Ratgeber zum kinderfreundlichen Badezimmer

O.Novo Kids von Villeroy & Boch

 

Komfort und Sicherheit

Ideal für Kinder: Sie haben kleine Kinder oder planen Nachwuchs? Dann sollten Sie Ihr Badezimmer kinderfreundlich gestalten. Dabei geht es aber nicht um das Aussehen des Badezimmers (was natürlich auch wichtig ist), sondern vielmehr darum, dass die Kleinen das Badezimmer auch selbst nutzen können. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, was Sie dafür brauchen. Wenn Sie Ihr Badezimmer gerade renovieren wollen oder Sie es in einem Neubau einrichten, haben Sie viele Möglichkeiten, es für Kinder zu optimieren. Aber auch bestehende Badezimmer können Sie mit ein paar Tricks kinderfreundlicher machen.

Inhalt

Sicherheit
Komfort
Fazit

Sicherheit

Das wohl wichtigste Thema. Schließlich soll den Kleinen ja nichts passieren. Und gerade im Badezimmer lauern viele Gefahren wie Reinigungsmittel, Rasierer, heißes Wasser oder rutschige Böden. Viele Gefahrenquellen kann man leicht entschärfen, bei anderen wiederrum muss man Elemente im Bad austauschen oder Neue ergänzen.

Robuste Möbel: Die meisten Kinder klettern gerne. Oder sie sind einfach noch zu klein, um sich auf normalem Wege z.B. auf einen Stuhl zu setzen oder in den Spiegel zu sehen. Deshalb sollten die Möbel im Badezimmer das Gewicht eines Kindes unbedingt aushalten. Es empfiehlt sich daher, auf eine Konsole für das Waschbecken zu verzichten, da sie je nach Montage herunterfallen kann. Besser ist ein Waschbeckenunterschrank geeignet. Aber weil manchmal die Möbel vor den Kindern geschützt werden müssen, ist eine robuste, kratzerunempfindliche Oberfläche wie z.B. eine Beschichtung aus Melamin sinnvoll. Besonders einladend zum Klettern sind auch Handtuchhalter. Denn besonders die parallel zur Wand angebrachten Handtuchstangen sehen ja schon aus, wie die Kletterstangen auf dem Spielplatz. Deshalb sollten Sie lieber Handtuchhaken statt einem Halter verwenden. Denn Haken bieten keine Klettermöglichkeit.

Abgerundete Kanten: Ecken und Kanten von Badmöbel sind immer eine Gefahr, wenn Kinder in der Nähe sind. Für ein kinderfreundliches Bad sollten Sie Möbel mit abgerundeten Ecken und Kanten nehmen. Die Gefahr, dass sich Ihr Kind daran stößt, wird dadurch natürlich nicht geringer, aber es tut sicher weniger weh, wenn sich dem Kind keine harte Kante in den Weg stellt.

Schaffen Sie Ordnung: Kinder sind neugierig. Was sie in die Hände bekommen, wird meistens gründlich untersucht. Deshalb sollten gefährliche Dinge wie Reinigungsmittel oder Rasierklingen unbedingt außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Ein gutes Ordnungssystem, bei dem Gefährliches nach oben und ungefährliches wie frische Handtücher nach unten gepackt wird, ist dafür wichtig. Besonders ideal dafür geeignet sind Hochschränke. Die bieten viel Platz und nehmen dabei nicht viel Raum weg, denn sie sind meistens sehr schmal, aber dafür sehr hoch. Auch Spiegelschränke hängen so hoch, dass Kinder sie nicht erreichen können.

Wasser marsch! Eine moderne Variante, Ihrem Kind das Nutzen des Waschtisches zu erleichtern, ist eine Sensorsteuerung für den Wasserhahn. Man hält einfach die Hand unter oder neben den Wasserhahn und schon beginnt das Wasser automatisch zu fließen. Möglich macht dies ein kleiner Infrarot-Sensor, der direkt in der Armatur verbaut oder daneben angebracht ist. Der erkennt, wenn sich die Hände vor ihm befinden. So müssen sich die Kleinen auch nicht nach den Griffen oder dem Hebelmischer strecken und dabei möglicherweise das Gleichgewicht verlieren. Und eine Automatik hat noch einen Vorteil: das Zudrehen kann nicht vergessen werden. So schützen Sie auch Ihren Geldbeutel und die Umwelt.

Licht ins Dunkel bringen: Eine Lichtautomatik ist nicht nur für Kinder praktisch. Wenn man nachts schlaftrunken ins Badezimmer gehen muss, möchte weder Klein noch Groß lange nach dem Lichtschalter suchen. Und das Licht blendet dann auch noch. Um es allen bequem und angenehm zu machen, greift man zu einer Lampe, die bei erkannter Bewegung automatisch ein sanftes Licht einschaltet. So verzichtet man auf das grelle Licht der Deckenleuchte. Solche Leuchten gibt es zum Aufstellen oder zum Befestigen an der Wand. Man muss nur darauf achten, dass der Sensor auch auf die Tür gerichtet ist. Auf den Weg zum Bad kann man auch kleine Nachtlichter verwenden, die dauerhaft etwas Licht spenden. Eine Lichtautomatik macht das Leben auch im barrierefreien Bad deutlich leichter.

Kein Deckelknallen: Eine Gefahr können Sie mit wenigen Handgriffen beseitigen: das Herunterknallen des Toilettendeckels und damit das Einklemmen von Fingern. Ein geöffneter Toilettendeckel mit Absenkautomatik muss nur kurz angetippt werden. Schon schließt er sich langsam und geräuschlos von allein. Ein solcher Toilettendeckel kann einzeln gekauft und somit bei den meisten gängigen Toiletten nachgerüstet werden.

Cool bleiben: Das Wasser aus der Leitung kann ziemlich heiß sein. Das Kind braucht nur den Heißwassergriff bei einer Zweigriff-Armatur oder den Einhebelmischer auf die Heißwassereinstellung zu bringen. Oder es dreht an der Thermostat-Armatur. Bringt es das Wasser zu laufen, kann es sich dann ziemlich weh tun. Aber keine Sorge, auch das lässt sich verhindern. Achten Sie beim Kauf von Armaturen darauf, dass sie eine Sperrfunktion haben. Bei vielen Thermostat-Armaturen muss zum Beispiel ein kleiner Knopf gedrückt werden, um das Thermostat über eine bestimmte Temperatur hinaus drehen zu können.

Kühle Griffe:  Nicht nur das Wasser kann heiß sein. Auch Armaturen heizen sich stark auf, wenn das heiße Wasser hindurchfließt. Greift man daran, kann das ziemlich weh tun. Das Gemeine: man sieht der Armatur natürlich nicht an, dass sie heiß ist. Um solche Unfälle zu verhindern, bieten Hersteller wie Ideal Standard und Grohe Armaturen an, die nicht heiß werden. In einem kinderfreundlichen Bad sollten daher unbedingt isolierte Armaturen verwendet werden.

Rutschgefahr ade: Ein Unfall-Klassiker im Badezimmer ist das Ausrutschen auf dem nassen Boden. Sowohl auf den Fliesen als auch in Dusch- und Badewanne. Glatte Böden, Wasser und Füße vertragen sich oft nicht so gut. Selbst wenn man vorsichtig geht, kann es schnell passieren, dass man auf dem Hintern landet. Gerade Kinder toben gerne auch im Badezimmer. Damit Ihr Kind diese schmerzhafte Erfahrung gar nicht erst machen muss, gibt es einige Möglichkeiten, die Gefahr zu bannen. Viele Hersteller bieten Wannen mit einer Anti-Rutsch-Beschichtung an. Wenn Sie aber nicht gleich die Dusch- und Badewannen austauschen möchten, können Sie auch einfach eine Fußmatte aus Gummi oder Silikon auf den Wannenboden legen. Schon kann nichts mehr passieren. Auf die Bodenfliesen legen Sie einfach einen Badvorleger. So können Ihr Kind und Sie sich entspannt bewegen, ohne auszurutschen. Und Badvorleger haben noch einen weiteren Vorteil. Sie sind kuschelig weich und warm, wenn man mit nackten Füßen darüber geht.

Die Seife bleibt, wo sie ist: Etwas, an das man nicht sofort denkt, wenn es um ein kinderfreundliches Badezimmer geht, ist der Seifenspender. Diese sind oft aus Glas oder Keramik und wenn sie herunterfallen, enden sie meist in einem Haufen aus Seife und Scherben. Auch hier lässt sich ganz einfach Abhilfe schaffen: Einen Seifenspender mit Wandhalterung bringen selbst die wildesten Kinder nur schwer zu Fall.

Komfort

Neben der Sicherheit ist es auch wichtig, dass Ihre Kinder das Badezimmer auch möglichst selbstständig nutzen können. Gerade wenn sie älter werden, wird das immer wichtiger. Und was man gerne vergisst: Je mehr Menschen in einem Haushalt wohnen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Streit darum entbrennt, wer morgens zuerst ins Badezimmer darf.

Viel Stauraum: Die Windeln fürs Baby, das Badespielzeug fürs Kleinkind oder einfach zusätzliche Handtücher und andere Badeutensilien: das alles muss verstaut werden. Deshalb sollten Sie Ihr Bad mit Möbeln ausstatten, die ausreichend Stauraum für die ganze Familie bieten. Wie oben erwähnt, ist ein Ordnungssystem sehr sinnvoll. So kann man den Kindern auch ein eigenes Fach geben, auf das sie selbst zugreifen und das sie selbst einräumen dürfen. Das lehrt Ihrem Kind auch ein Stück Selbstständigkeit.

Niedrige Möbel:  Wenn Sie das Badezimmer gerade neu einrichten oder renovieren, bietet es sich an, für die Kinder ein eigenes Waschbecken und eine eigene Toilette in für sie optimaler Höhe und Größe einzubauen. Natürlich werden die Kinder nicht ewig klein bleiben. Deshalb stell sich natürlich die Frage, ob sich der Einbau dieser Mini-Ausgaben für zu Hause lohnt. Eine deutlich günstigere Alternative ist ein Hocker, den man vor das Waschbecken oder die Toilette stellt. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass die Gefahr, herunterzufallen, gegeben ist.

Weniger Stress: Wenn sich morgens jeder in der Familie fertig machen muss für Kindergarten, Schule oder Arbeit kommt es nicht selten zu einem Stau im Badezimmer. Abhilfe schaffen hier z.B. ein Doppelwaschtisch und ein zusätzlicher Spiegel. So können sich zwei Familienmitglieder gleichzeitig fertig für den Tag machen.

Die ideale Dusche: Achten Sie darauf, dass die Dusche groß genug ist. Wenn die Kleinen sich noch nicht allein duschen können, ist die Hilfe von Mama oder Papa gefragt. Denn die können dann bequem mit in die Dusche kommen. Am bequemsten dafür geeignet ist natürlich eine Walk-in-Dusche. Hier gibt es auch keine Stolpergefahr durch einen Wannenrand. Und damit Sie dabei nicht selbst zu nass werden, sollten Sie eine Handbrause wählen. Damit brausen Sie Ihr Kind gezielt ab.

Der letzte Schliff: Nachdem die wichtigsten Aspekte geklärt und alle Gefahren beseitigt sind, können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und Ihr Badezimmer auch optisch zum Kinderparadies machen. Warme, kräftige Farben und eine Dekoration mit Spielzeugen sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. 

Fazit

Zusammengefasst ist beim kinderfreundlichen Badezimmer darauf zu achten, dass…

die Möbel robust und die Ecken abgerundet sind. Sie können auch niedrig angebracht werden, damit die Kleinen sie selbstständig nutzen können.
die Schränke ein Ordnungssystem und viel Platz haben. Gefährliches wie Putzmittel nach oben in den Hochschrank oder in den abschließbaren Unterschrank. Ein eigenes Fach für das Kind im unteren Bereich sorgt für Selbstständigkeit. Genug Platz ist wichtig, um alles verstauen zu können.
Wasser und Licht idealerweise automatisiert werden. So wird vermieden, dass Wasser verschwendet wird und niemand im Dunkeln tappen muss, wenn der Lichtschalter außer Reichweite ist.
zu heißes Wasser und heiße Armaturen vermieden werden. Thermostat-Armaturen mit Sperrfunktion verhindern, dass das Wasser zu heiß aufgedreht werden kann. Armaturen mit Isolier-technik werden nicht heiß, wenn heißes Wasser durchfließt.
Rutschgefahren beseitigt werden. Rutschhemmende Beschichtungen und fixierte Badematten sorgen für Sicherheit.
kleine Gefahrenquellen beseitigt werden: Ein Toilettendeckel mit Absenkautomatik verhindert eingeklemmte Finger und ein Seifenspender, der an der Wand angebracht wird, Scherben und Seife auf dem Boden.
es komfortabel ist. Die Dusche sollte groß genug sein, dass Mama oder Papa auch mit darunter passen, um zu helfen. Bei größeren Familien kann man einen zusätzlichen Waschplatz einbauen, um einen Stau im Badezimmer zu vermeiden.